Dezember 2014

Sitzungspräsident Armin heiratet seine Simone

 

Mit einem dreifach, kräftig, donnerndem Alles Hinein wurde das frisch getraute Brautpaar am vergangenen Samstag empfangen, als sie das Forbacher Standesamt verließen. Sichtlich erfreut und gerührt zeigten sich Armin und Simone, standen zu ihren Ehren doch der Elferrat und die Damen der KVT Tanzgruppe Spalier. Der Karnevalverein wünscht den Beiden für ihre gemeinsame Zukunft Alles Gute und viele glückliche und schöne Jahre.

November 2014

75. Geburtstag Hans Asal

 

Am Dienstag, 25.11.2014 feierte unser aktives Ehrenmitglied Hans Asal seinen 75ten Geburtstag. Hans war viele Jahre Elferrat und Tänzer in der Balletttanzgruppe und auch heute noch unterstützt er den Verein bei den Arbeitsdiensten rund um die Kampagne. Thorsten Kottler dankte Hans recht herzlich für seine jahrelange Unterstützung und Treue zum Verein verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft und überreichte in kleines Präsent

Prinzessin Leni und Prinz Christian regieren ab sofort

Vier Tage nach dem eigentlichen Beginn der Fastnachtssaison am 11.11.14 starteten auch die Talhutzel bei ihrem Kameradschaftsabend im Forbacher Josefshaus in ihre neue Kampagne. Das größte Geheimnis wurde gleich zu Beginn durch Vorstand Thorsten Kottler und Sitzungspräsident Armin Merkel gelüftet. Leni Ruckenbrod und Christian Striebich werden ab sofort als Prinzenpaar über die Forbacher Narren regieren. Der Jubel war groß, vor allem bei Prinz Christian, bekommt er in den beiden folgenden Kampagnen mit Marlene Krech, Katharina Brade, Manuela Steinhart und Nena Weiler doch gleich vier Pagen zur Seite gestellt. Jubeln durfte auch Katharina Grossmann, ist sie doch das Gesicht, das den neuen, individuellen Orden ziert. Im Laufe des Abends wurden dann die Helfer, Mitwirkende und Aktive durch das Prinzenpaar und die Pagen mit dem neuen Orden geehrt. Die befreundeten Karnevalisten von der Hohlen Eiche Weisenbach ließen sich spontan noch was einfallen und testeten Thorsten und Armin auf ihre Amtstauglichkeit. Unterhaltsame Spielchen von Rainer Wunsch und ein kurzer Auftritt von Frank Schillinger und Marco Merkel, die ihren Elferratskollegen die Leviten lasen rundeten den gelungenen Abend ab. Der KV Talhutzel ist bereit, die Fasent kann kommen.

Der Elferrat, die 4 Pagen und das neue Prinzenpaar am Ordenskommers
Prinz Dante I & Prinzessin Leni I
Der Orden 2015 Katharina Grossmann

Oktober 2014

Talhutzler treffen ins Schwarze

 

Schon traditionell nahmen die Talhutzel auch dieses Jahr wieder mit zwei Mannschaften beim örtlichen Vereinsschießen des Schützenvereins Forbach teil.

Kapitän Andreas Merkel hatte dieses Jahr das richtige Händchen und teilte die Mannschaften hervorragend ein, so dass die erste Mannschaft einen tollen fünften Platz in der Gesamtwertung errang. Die zweite Mannschaft konnte auf Platz 27 immerhin noch eine Handvoll Teams hinter sich lassen.

65ter Geburtstag von Karl-Hermann „Charly“ Merkel

Am Montag, den 27.10.2014 feierte unser langjähriges Mitglied „Charly“ Merkel seinen 65ten Geburtstag. Charly unterstützt uns seit vielen Jahren tatkräftig, z.B. als Musiker beim Kinderball und bei vielen Auftritten an unseren Sitzungen welche er musikalisch begleitet hat. Thorsten Kottler bedankte sich bei Charly recht herzlich für die jahrelange Unterstützung verbunden mit den besten Glückwünschen und überreichte ein kleines Präsent.

Vorstand Thorsten Kottler mit dem Geburtstagskind "Charly"

Ausflug nach Garmisch-Partenkirchen vom 10. - 12.10.2014

 

44 Talhutzler erlebten ein sehr schönes und lustiges Wochenende in Garmisch-Partenkirchen am Fuße der Zugspitze. Vielen Dank an Rainer Wunsch und Werner Schoch, die diesen abwechslungsreichen Ausflug perfekt organisiert hatten.

Mit dem Bus fuhr man Freitags morgens in Richtung Bayern. Nach einem Weißwurst-Frühstück in Dasing ging es weiter zur Allianz Arena nach München, die mit großem Interesse besichtigt wurde. Am frühen Abend erreichte man dann den "Frauendorfer Hof" in Garmisch-Patenkirchen. Nach dem Abendessen konnte gut gestärkt der bayrische Abend im Gasthof mit unterhaltsamer Musik genossen werden.
Am Samstag wurden die Skisprungschanzen und Skistadion in Partenkirchen besichtigt, danach wanderte man durch die eindrucksvollen Partnachklamm hinauf zur Eckbauer Hütte. Nachdem die anstrengenden 500 Höhenmeter gemeistert waren, war die Freude auf so manches Erfrischungs-getränk groß. Nach einem sehr stimmungsvollen Nachmittag auf der Hütte fuhr man mit der Seilbahn wieder zurück ins Tal. Der 2. bayrische Abend im Dirndl und Lederhose war fest in Forbacher Hand, bei dem das Badner Lied und andere Forbacher Lieder nicht zu kurz kamen.
Auf der Heimreise am Sonntag wurde bei einem Zwischenstopp noch der Bauernmarkt in Dasing besucht. Der gemütliche Abschluss nach einem sehr gelungenem Ausflug, bei dem sehr viel gelacht wurde, fand im "Hopfenschlingel" in Rastatt statt.

August 2014

Am Samstag den 23.08.2014 feierte unser passives Vereinsmitglied Bruno Striebich seinen 60. Geburtstag. Thorsten Kottler mit Greta und Rainer Wunsch überbrachten die besten Glückwünsche und ein Geschenk.

Rainer, Bruno, Thorsten & Greta bei der Geschenkübergabe

Juli 2014

Pressemitteilung vom 31.07.2014: Karnevalsverein Talhutzel spendet Erlöse aus der Herrensitzung

 

Es ist bereits eine schöne Tradition in Forbach. Zum dritten Mal in Folge richtete der Karnevalverein Forbach unter dem Motto. „Kei Weiber, kei Gschrei!“ an der diesjährigen Fasend ihre Herrensitzung aus – für den guten Zweck.„Es war wieder eine gelungene Veranstaltung“, freut sich das Orgateam des Karnevalvereins, um deren Erlös auch wie in der Vergangenheit wieder zum Teil einem wohltätigen Zweck zu spenden.
In diesem Jahr werden an die Lebenshilfe Rastatt/Murgtal 500 Euro gespendet. Mit der Lebenshilfe haben wir eine Einrichtung, bei der auf Grund ihrer Behinderung hilfsbedürftige Menschen aus dem Murgtal große Unterstützung erfahren dürfen. „Passend dazu hatten wir auch Auftretende bei unserer Herrensitzung die aus dem ganzen Murgtal kommen“, so das Orgateam. 

Weitere 500 Euro gehen an Dominik Fritz aus Forbach. Der 13-jährige Dominik erkrankte Anfang des Jahres an einer autoimmunen Gehirnentzündung mit der sofortigen Folge einer Fehlfunktion der Sprache und Grobmotorik. Weiterhin wurde seine Leber soweit geschädigt, dass er auf eine Organspende angewiesen war und diese auch erfolgreich erhalten hat. Mittlerweile befindet sich Dominik in der Rehaklinik Gailingen, wo er wieder das Laufen erlernt hat. Momentan liegt der Schwerpunkt seiner Reha bei einem intensiven Sprachtraining und Verbesserung der Feinmotorik.Mit der Spende soll seinen Eltern auch weiterhin ermöglicht werden, dass sie sich abwechselnd eine rund um die Uhr Betreuung bei ihrem Sohn leisten und vielleicht auch den einen oder anderen Wunsch ihres Sohnes erfüllen können.

v.l.n.r.: Michael Roth (Projektgruppe Herrensitzung), Martin Bleier (Geschäftsführer Lebenshilfe Rastatt/Murgtal), Werner Schoch (Projektgruppe Herrensitzung)

60. Geburtstag Elke Wunsch

 

Am Donnerstag den 17.07.2014 feierte unser langjähriges und treues Mitglied Elke Wunsch Ihren runden Geburtstag. Elke unterstützt den KV Talhutzel seit vielen Jahren mit Rat und Tat und wird es hoffentlich noch viele Jahre tun. Unseren beiden Vorstände Thorsten Kottler und Rainer Wunsch bedankten sich und überbrachten Ihr die besten Glückwünsche und ein Präsent.

Rainer, Elke und Thorsten bei der Geschenkübergabe

Juni 2014

65. Geburtstag von Albert Fritz

 

Am Freitag 20.06.2014 feierte unser langjähriges Mitglied Albert Fritz seinen 65sten Geburtstag. Albert hat bei unseren Sitzungen und Umzügen immer viele tolle Bilder gemacht welche er dem Verein danach zur Verfügung gestellt hat.
Thorsten Kottler gratulierte Albert im Namen des Vereins recht herzlich und bedankte sich für die jahrelange Treue und Unterstützung.

Mai 2014

Teilnahme am 8. Kegeltunier der Wonnig Wauza

 

Am Samstag den 31.5.14 traten 6 Talhutzel Kegler beim jährlich stattfindenden Kegelturnier der Wonnig Wauza an, es konnten sämtliche Techniken des Kegelns abgerufen werden, bei einer evtl. Vergabe von Haltungsnoten hätte unser „Elegantkegler“ vermutlich mehr Punkte bekommen wie beim Kegeln. Manch Talhutzler opferte sogar seine Hose um möglichst tief die Kugel nach vorne zu schieben.  Zum Schluss gab es ein Kopf an Kopf Rennen mit den Kollegen aus der 5. Jahreszeit in Gausbach, wobei diese den besseren Lauf hatten. Mit Platz 8 konnten wir aber am Ende des Tages zufrieden sein da bei uns mehr der Spaß anstatt der Wettbewerbsgedanke an vorderster Stelle stand.

April 2014

50. Geburtstag Ingo Fortenbacher

 

Am Samstag den 05.04. 2014 feierte unser passives Mitglied Ingo Fortenbacher seinen 50. Geburtstag. Unser 1. Vorstand Thorsten Kottler und 2. Vorstand Rainer Wunsch überbrachten die besten Glückwünsche und ein Präsent.

März 2014

80. Geburtstag des Gründungsmitgliedes Horst Wunsch

 

Am Mittwoch den 12.03.2014 feierte unser Gründungsmitglied Horst Wunsch seinen 80. Geburtstag. Horst hat für den KV Talhutzel sehr viel geleistet und ist außer Gründungs- und Ehrenmitglied noch der "Miterfinder" unseres Kinderballes, eines der ältesten Veranstaltung dieser Art in der Region.
Unser 2. Vorstand Rainer Wunsch überbrachte die besten Glückwünsche und ein Geschenk.

Februar 2014

Närrischer Reigen der Superlative – Jubel, Trubel, Zwerchfellschmerzen: Bei den ausverkauften Prunksitzungen im Talhutzelpalast steppt der Fasent-Bär

 

„Alles hinein“ – die „Talhutzel“-Parole erfüllte sich am Freitag- und Samstagabend gleich mehrfach. Noch mehr Narrenvolk hätte die räumlichen Kapazitäten des Forbacher Talhutzelpalastes gesprengt. Vielfältiger hätte auch das Programm nicht ausfallen können, das mit einem närrischen Reigen der Superlative hellauf begeisterte. Die Helfertruppe packte ebenso wie das Technik-Team und andere dienstbare Geister „alles hinein“ in einen reibungslosen Ablauf von Showtänzen, Büttenreden und sonstigen Auftritten. „The Nox“ gab ebenfalls alles, um das Narrenvolk musikalisch bei Laune zu halten und später dessen Tanzgelüste zu befriedigen. Sitzungspräsident Armin Merkel hatte wie gewohnt alles im Griff und führte souverän durch den Abend. Den Kinderprinzessin Lilly II. (Lilly Spissinger) und Kinderprinz Nils II. (Nils Reichert) mit kecken Reimen eröffneten. Gefolgt von Prinzessin Nadine II. (Nadine Wieland) und Prinz Sven II. (Sven Wagner), zwei jungen Regenten in der Blüte ihrer zweiten „Amtszeit“. Mit jugendlichem Elan und tänzerischer Geschmeidigkeit machten die gelenkigen Gardetänzerinnen des TV Forbach (Leitung: Hedwig Fritz) den „Hoheiten“ und dem „Volk“ ihre Aufwartung. Andreas „Gegale“ Merkel, ein Ortsbüttel in Hochform, hat bekanntlich das Ohr am Puls der Zeit, was die Geschehnisse in der Großgemeinde angeht. Das Stimmungsbarometer stieg weiter mit Straßenmusiker Erich Menzl, der als Rasta-Man mit „immer nur dem gleiche Lied“ ein glückliches Publikum hinterließ. Mühelos gelang das auch der Büttendebütantin Annette Hosenfeld mit ihrem Bekenntnis „Ich bin ä gebürtige Forbacherin un häb außer dere Fasent gar nix im Sinn.“ Eine farbenprächtige Augenweide verkörperten Interpretinnen und TV-Tanzgrazien (unter Hedwig Fritz, Traumkostüme: Brigitte Geyer, Katja Spissinger) im umwerfenden Medley von Helene Fischer-Hits. Ihren Einstand als „hochpulsierendes“ Funkenmariechen in Bonbonrosa gab Loni Merkel; ein Pfundsweib, nicht nur „do un do.“ Jennifer Lopez‘ Talente vereinten furios die KVT-Tanz-Ladies und ihre männlichen Galane in einem Showtanz der Spitzenklasse (Regie: Anja Wunsch, Silvia Geyer, Design-Kostüme: Brigitte Geyer).  Nach der Pause begaben sich mit „Zico & Co.“ zwei Schlempe aus dem Unterdorf und drei Mitreisende auf Elvis-Spuren. Mit viel Herzblut, gespickt mit Lokalkolorit frönten sie seinem musikalischen Vermächtnis. Seit Freitag macht mit dem Youngster-Duo Lilly & Felix aus dem Hause Spissinger/Merkel der „Talhutzel“-Nachwuchs von sich reden. Hochamüsant plauderten sie aus dem elterlichen Nähkästchen – ein Highlight. Die Büttenqualität von Jürgen Wunsch indes ist wahrlich nicht neu, umso beeindruckender aber sein Ideenreichtum. Diesmal wurde er vom „Holzbiige“-Blues heimgesucht, furztrocken und urkomisch. Danach ließen „groß“ gewordene Hedwig-Zöglinge als zuckersüße TVF-Hiphop-Girlies in Stars & Stripes temperamentsprühend Röcke und Beine wirbeln.  Vergnügliche Erfahrungen rund um Frauen, „Gausbacher Fichtenponys“ bis hin zum Dessous-Shopping gaben die zwei Krieger Rafi & Axel (Raphael Peteroff, Axel Reichert) wieder. Die bereits legendären sieben „Söhne Forbachs“ bebilderten in diversen Rollen und unterschiedlichen Konstellationen so phantasievoll wie zwerchfellerschütternd internationale Karnevalssitten von Huzenbach bis Brasilien. Den traditionellen Glanzschlusspunkt setzte einmal mehr der „Talhutzel“-Elferrat. Den Tiger im Blut, legten die Jungs einen sportlichen Ausdruckstanz (Leitung: Silvia Geyer, Anja Wunsch) plus Zugabe aufs Parkett. Jubel, Trubel, Zwerchfellschmerzen – der Forbacher Fasent-Bär steppte in diesem Jahr furios auf durchgehend hohem Niveau.

Klein, aber oho - der Forbacher Narrensamen präsentiert sich  Beim Kinderball im proppenvollen Talhutzelpalast, es wartet ein kunterbuntes Programm auf die Minis

 

Um den Nachwuchs braucht sich der Karnevalsverein „Talhutzel“ wahrlich keine Sorgen zu machen. Klein, aber oho - der Forbacher Narrensamen präsentierte sich quicklebendig und aufgeweckt am Sonntagnachmittag im dicht besetzten Talhutzelpalast. Wo mit der 51. Auflage des Kinderballs auch diesmal ein kunterbuntes, von „Charly“ musikalisch passend umrahmtes Programm auf die Minis wartete. Kinderprinzessin Lilly II. (Lilly Spissinger) und Kinderprinz Nils Il. (Nils Reichert) begrüßten das junge und ältere Narrenvolk mit launigen Versen. Danach griffen Simone Wacker und Anne Weiler, die Organisatorinnen der Veranstaltung, zum Mikrofon, um auf Neuerungen bei der traditionellen Kostümprämierung aufmerksam zu machen. Diese erfolgte in diesem Jahr erstmalig nach Altersgruppen. Die Qual der Wahl blieb der dreiköpfigen Jury dennoch nicht erspart angesichts der Vielzahl an einfallsreichen und phantasievollen Kostümierungen. Winzling-Drachen, Glückskäferchen und Schmetterling waren ebenso vertreten Micky Mäuse und Wolfskinder. Bei den Mädchen standen naturgemäß Feen, Prinzessinnen und andere Glitzerwesen hoch im Kurs, aber auch waschechter Punker-Look. Die Jungs wiederum traten bevorzugt als Feuerwehrmann, Ritter, Pirat, Polizist, Cowboy oder als 007-Abbild in Erscheinung. Schöne Kostüme kann auch die Kinderprinzengarde unter Leitung von „Turnmutter“ Hedwig vorweisen. Mindestens ebenso beindruckend ist die Gelenkigkeit der blutjungen Gardetänzerinnen. Und nicht zuletzt die Entspanntheit, mit der sie und später die tanzenden Jeans-Girls auftraten. Kindliche Unbekümmertheit legten aber auch die TV-Minis bei ihrem putzigen Piratentanz (einstudiert von Michaela Dieterle und Christina Roth) an den Tag. Sportlich aktiv zeigten sich die Jung-„Bänker“ des TV Forbach um Wolfgang Schäfer an Bank, Trampolin und Matte. Aber auch die Nachzöglinge der „Rinnberger Schlempen“ aus Gausbach (erstmalig unter Leitung von Julia Keck) präsentierten sich tanzfreudig-wendig, trotz Besen und blickeinschränkender Masken. Vor Aufregung gerötete Wangen hatte vor allem der Narrensamen vor der Bühne. Denn bei der allseits beliebten Kostümprämierung wären die meisten der Kids gern auf der Bühne gestanden. Die Winzlinge schien das wenig zu kümmern, zumal sich stets die Hand der Mama in greifbarer Nähe befand. Zum Glück gewährleisteten die einzelnen Programmpunkte und Spiele wie „Die Reise nach Jerusalem“ Ablenkung. Auch die Kindertanzrunden versammelten viele Jungnärrinnen und Narren auf der Bühne. Da ließ sich erstaunlicherweise sogar mancher Vater auf ein Tänzchen mit dem Töchterchen oder Söhnchen ein.

Januar 2014

3. traditionelle Schnitztäler Herrensitzung,

Akteure aus dem gesamten Murgtal begeistern für den guten Zweck im ausverkauften St. Josefshaus.

 

Am 18.Januar 2014 ertönte im altehrwürdigen St. Josefshaus in Forbach bereits in der dritten Auflage wieder der Schlachtruf der Herrensitzung: „... und darauf ein dreifach-kräftig-donnerndes: Kei’ Weiber – kei` G’schrei!“ Dabei hatte die Projektgruppe „Herrensitzung“ des KV Talhutzel nicht zuviel versprochen: Das St. Josefshaus war rappelvoll mit Anzugträgern und es wurde ein äußerst abwechslungsreiches Programm präsentiert: Redebeiträge, Tänze und Musikalisches,  alles war dabei.

Vor dem offiziellen Start der Herrensitzung wurde zunächst in das Büro des Bürgermeisters geschaltet. In dem kleinen Sketch nahmen Hannes (Stefan Weiler) und der Bürgermeister (Michael Roth) die anstehende Wahl des Rathauschefs aufs Korn. Dabei wurde mit den Dialogen ins Schwarze getroffen, wobei der unbekannte Gegenkandidat dem Bürgermeister starkes Kopfweh bereite. Doch auch die Befragung der Wahrsagerin Madam „Astrolantis“ brachte keine zufriedenstellende Auskunft. Die lautstarken Trommler und Bläser des Fanfarenzugs Weisenbach gestalteten den voluminösen Auftakt. Dabei konnten sie mit ihren schmissigen Musikstücken gleich eine sehr gute Stimmung in den Saal bringen. Die Begrüßung übernahmen der Herrensitzungspräsident (Michael Roth), Hilfselferat (Marco Merkel) und der Bühnendienstgehilfe im zweiten Lehrjahr (Stefan Weiler). Doch das Blatt sollte sich im Laufe des Abends wenden, wobei nach einem „konstruktiven und fairen“ Gespräch im Hintergrund eine Gleichberechtigung der drei Moderatoren vereinbart wurde. Selbstverständlich wurde auch „den lieben Daheimgebliebenen“ gedacht, bei dieser Hymne schmetterte der Präsident glockenrein sogar die höchsten Soprantöne. Einfach nur großartig war Peter Fritz in seiner Rolle als „König von Baden“ und sich die „guten alte Zeit“ zurückwünschte: Ein Baden ohne Schwaben, Frauen beim Abwasch und nicht auf dem Vormarsch, kein Nationalpark und er konnte des Weiteren die verschiedenen Bedeutungen des Gausbacher „Höööb“ erklären. Von diesem König von Baden würde man gerne noch mehr hören. Selbstverständlich verabschiedete ihn das Publikum mit einem lautstarken „Badnerlied“. Eine tolle Nachrichtenshow mit Fasentgeschichten präsentierten die neun Akteure des TV Langenbrand. Verblüffend für die meisten Herren wieviel Bedeutungen das Wort des Jahres hat: „Saich“! Außerdem wussten die zwei Nachrichtensprecher (Andreas Gerstner und Stefan Brahm) zu berichten, dass man nicht mehr von einem Minus auf dem Konto spricht, sondern von einem „griechischen Guthaben“. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der gelungene Cowboy-Tanz des TV Au. Nach stürmischem Beifall durften die Tänzer ein zweites Mal antreten. Einstudiert wurde der Tanz von Magda Mayer, die mit aufgeklebtem Schnurrbart und schwarzem Anzug ein Präsent entgegennehmen durfte. Der Saal tobte bei dem glanzvollen Auftritt des englischen Kochs (Rolf Großmann). Das Ende des gebackenen Whiskykuchens bekam er selbst allerdings nicht mit. Er musste sich schließlich von der einwandfreien Qualität der wichtigsten Zutat (Whisky) permanent überzeugen. Da nun auch die Bühne von Butter, Nüssen und Mehl gesäubert werden musste war dies der richtige Zeitpunkt für eine Pause. Zum Auftakt nach der Pause wiesen die Moderatoren noch einmal auf die wichtigsten Regeln der Herrensitzung hin. Vor allem, dass dem bedienendem Elferrat nicht an das Hinterteil gefasst werden darf. Das Talhutzel-Urgestein des Forbacher Karnevals Horst Gernsbeck stellte sich die Frage: „Ballermann oder Nationalpark“. Um sich von Mallorca zu erholen geht er eigentlich gerne in den Wald. Doch seit dem Nationalpark sehe er dort in erster Linie „Totholz“. Dabei ist sich Horst Gernsbeck über das Wappentier des Nationalpark sicher: Der Borkenkäfer. Unter stürmischem Applaus bekam auch er den Orden der Herrensitzung. „Das Mensch ist weiblich und eigentlich ein Knocha“! Diese vergnügliche Unterrichtsstunden erteilte Roland Weber. In seiner unnachahmlichen ruhigen Art zelebrierte er eine meisterhafte Büttenrede. Äußerst mutig und frivol erwiesen sich die drei „Obernarren aus Bermersbach“ Thorsten Wunsch, Nicolai Wunsch und Patrick Barth. Durch drei Bütten getarnt zelebrierten die drei Protagonisten eine Büttenrede zur Bermersbacher Freikörperkultur. Einzigartig und unnachahmlich wieder der Auftritt von Jürgen Wunsch. Mit einem Auftritt aus dem Jahre 1995 als „Schönheitskönigin“ konnte er die Herren begeistern. Jürgen Wunsch pries in seiner trockenen Art seine körperlichen Reize an – einfach wunderbar. Pfarrer Thomas Holler stellte seine großen musikalischen Talente mit Gesang und Akkordeon hervor. Als Bänkelsänger mit dem Lied „wenn ich eine Frau wär’, hätte ich es heute sehr schwer hier dabei zu sein“ konnte er die Herren zum Mitsingen begeistern. Keine Selbstverständlichkeit – schließlich hatte Pfarrer Holler an diesem Abend auch noch Verpflichtungen anlässlich der Jubiläumsveranstaltung in Gausbach. An dieser Stelle auch ein herzliches „Vergelt’s Gott“ für die Überlassung des wunderbaren St. Josefshaus, das erheblich zu der einzigartigen Atmosphäre beiträgt. Zur späten Stunde plauderte der Sitzungspräsident der KG „Hohlen Eiche“ Weisenbach schlüpfrig, zweideutige Witze und Anekdoten. Auf die Frage warum seine Frau auf ein leeres Blatt starre, gab diese zur Antwort, sie lese nur ihre Rechte durch. Doch die meisten Herren im Saal wissen, dass dies im wahren Leben meist anders herum ist. Zum Abschluss der Herrensitzung tanzten die gewichtigen „Waldschädder“ zu Melodien des Musicals „Grease“. Dieser Tanz wurde einstudiert von der Frau des zweiten Vorstandes der Talhutzel: Anja Wunsch. Anja, an diesem Abend mit Vollbart und Vornamen „Wolfgang“ – bekam ebenfalls ein kleines Präsent überreicht. Für eine tolle musikalische Begleitung sorgte an diesem Abend die schwäbische Formation „Secret Power Light“ aus Huzenbach. Zum Abschluss bedankte sich der erste Vorstand Thorsten Kottler bei allen Beteiligten und der Projektgruppe Herrensitzung mit Stefan Weiler, Marco Merkel, Michael Roth und Werner Schoch. Einen weiteren riesigen Dank dem Elferrat für die Servicearbeit, Wolfgang Klumpp für die Vorbereitungsarbeiten, Rainer Fritz und Thorsten Wacker für die Aufzeichnung der Geschehnisse, Jan Dieterle für alle Transportdienste, Hausmeister Robert Merkel, sowie allen Frauen der Talhutzelmänner die in irgendeiner Form beim Vorbereiten und Reinigen geholfen haben. Am Ende der Herrensitzung waren sich alle einig – es war eine tolle Veranstaltung und ein beispielhaftes Signal wie Zusammenhalt im Murgtal funktionieren kann. Und das Beste ist: Es war auch noch für den guten Zweck.

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